Ideenmanagement einführen: Diese Faktoren zählen neben der Software

von Leonite Sahiti

Die Umsetzung des Ideenmanagements verhilft Unternehmen nachhaltig zu größerem Erfolg. Doch viele  tun sich oft noch schwer mit dessen Einführung. Wie schafft es ein Unternehmen Ideenmanagement am besten zu initiieren? Welche Faktoren spielen neben einer guten Software eine Rolle?

Damit der Ideenmanager nicht zum Einzelkämpfer und Kümmerer wird, ist es wichtig von Beginn an genügend Unterstützung für das betriebsinterne Ideenmanagement zu mobilisieren. Ausschlaggebend dafür ist das alle Stakeholder, die Arbeitsprozessen des Unternehmens eingebunden sind, einbezogen werden. Darunter fallen zum einen die Mitarbeiter als Ideengeber, denn sie haben im Arbeitsalltag die meisten Berührungspunkte mit betrieblichen Schwachstellen und ausbaufähigen Abläufen. Zum anderen müssen die Führungskräfte für Ideenmanagement begeistert und vom direkten Nutzen des Ideenmanagements für das Unternehmen überzeugt werden. Wie können uns beide Zielgruppen für die Einführung von Ideenmanagement gewonnen werden?

Notwendig sind diese drei grundlegenden Schritte:

  • die Anpassung der Unternehmenskultur 
  • die Definition von Prozessen 
  • die Einbindung von Anreizen

Die Veränderung beginnt im Kopf der Menschen 

Unzählige Studien haben genau das gezeigt, was wir schon häufiger in unserem Leben gehört haben: “Der Mensch ist ein Gewohnheitstier”. Das gilt auch für die Unternehmenskultur von etablierten Organisationen, die ihren Platz am Markt gefunden haben. Verteidigt wird dieser Platz letztendlich nur von denjenigen die ihren Kunden dauerhaft gute Qualität und Produktinnovation bieten können. 

Um die eigene Marktposition nicht zu verlieren, ist eine stimmige und auf den Wandel ausgerichtete Unternehmenskultur essenziell, denn jede praktische Umsetzung beginnt mit der mentalen Einstellung. Mitarbeiter müssen von ihren Führungskräften proaktiv über die Motivation hinter dem Ideenmanagement aufgeklärt werden, denn dieses dient als Instrument zur Erreichung der Unternehmensziele. Die Einbettung des Ideenmanagements in die eigene Unternehmensstrategie ist dafür eine Grundvoraussetzung. Eine Möglichkeit anfänglich Vorbehalte von Mitarbeitern aus dem Weg zu räumen sich kreativen und proaktiven einzubringen, ist die Einbindung von Design Thinking und Ideation Workshops zu bereits vorgegebenen Themen. Sie helfen den Mitarbeitern dabei die anfänglichen Ängste und Hemmungen loszuwerden und erhalten motivierende Anerkennung bei Erfolgen. Trotzdem ist zu bedenken, dass solche Workshop-Formate den Einsatz von Ideenmanagement ergänzen und nicht ersetzen.

Auch Führungskräfte sollten kontinuierlich mit dem Thema Ideenmanagement konfrontiert werden, denn deren Befürwortung erleichtert die Kommunikation der Vorteile von Ideenmanagement in alle Unternehmensbereiche. Zu Beginn gelingt dies mit Hilfe von Workshops, die effizient und entlang von Kennziffern, wie den Jahresnutzen von Ideen, die zeigen, dass die Entscheidung für ein Ideenmanagement auch eine attraktive wirtschaftliche Komponente hat. Zum anderen muss verdeutlicht werden, dass es sich beim Ideenmanagement um eine wunderbare Möglichkeit handelt, motivierten und einfallsreichen Mitarbeitern die Anerkennung und Wertschätzung zu vermitteln, die sie sich erarbeitet haben. 

Ein gut durchdachtes Ideenmanagement schafft Anreize für die Mitarbeiter einer Organisation, sich einzubringen.

An erster Stelle steht das einfache Einreichen der Ideen. Je unkomplizierter und schneller Verbesserungsvorschläge eingetragen werden können, desto mehr steigt das Engagement seiner Nutzer. Eine Offenlegung der Kostenersparnis durch die Ideen sowie die Möglichkeit an der Verwirklichung der Idee mitzuarbeiten, stellt eine zusätzliche Motivation für die Mitarbeiter dar. Um nachhaltiges Engagement sicherzustellen, muss der Betrieb immer Feedback zu den Ideen zur Verfügung stellen. Ohne dieses verlaufen Ideen im Sande und Ideengeber werden frustriert. Prämien, die an die Kostenersparnis geknüpft sind, beteiligen hingegen die Mitarbeiter an dem Erfolg der eigenen Idee und stärken die Identifikation mit der Organisation.

Ständiger Begleiter des Ideenmanagements: gute Kommunikationsarbeit!

Flankiert wird das Ideenmanagement durch andauernde Kommunikation, die transparent Wertschätzung nach innen und nach außen ermöglicht. Im Rahmen der internen Unternehmenskommunikation können beispielsweise die besten eingereichten Ideen im Internet präsentiert werden. Eine solche Maßnahme hält das Thema “Ideenmanagement” präsent und würdigt besonders engagierte Mitarbeiter. Unternehmensextern geschieht dies häufig mit Hilfe von Pressemitteilungen zum Ideenmanagement als auch durch die eigene Social-Media-Präsenz z.B. zum “Ideengeber des Monats”. Hierbei handelt es sich insofern um ein schönes Instrument, als dass es sich um eine nach außen gerichtete Kommunikation handelt, die doch auch die eigene Belegschaft erreicht.

Diese vielen kleinen Schritte machen eines deutlich: Ideenmanagement ist ein strategisches Thema. Für dessen Erfolg bietet die Bereitstellung einer Software eine gute Grundlage – doch ist die unternehmensinterne und -externe Kommunikation ein unverzichtbarer Bestandteil seiner Umsetzung.

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