Nutze deine Stimme – politische Mitbestimmung

Von Lina Löcken

„Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“, so heißt es in Art. 20 Absatz 2 des Grundgesetzes. Dieser Satz regelt, dass Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschlands selbst wählen dürfen, wer sie im Parlament vertritt. Dieser Bürgerpflicht kamen 2017 bei der Bundestagswahl immerhin 76,2 % der Wahlberechtigten nach – dabei stellen Wahlen nur ein Instrument von vielen dar, die die Politik zur Überprüfung ihrer eigenen Arbeit zur Verfügung stellen muss.  Und doch ist es genau dieses Instrument, bei dem die Beteiligung der deutschen Bürger*innen am höchsten ist.

Am 26.09.2021 finden die 20. Bundestagswahlen in Deutschland statt und jede:r Wahlberechtigte kann durch die eigene  Stimme aktiv an der Demokratie mitwirken. Das ist kein selbstverständliches Privileg: erst seit 1871 gibt es das allgemeine Wahlrecht in Deutschland, für die Frauen begann es mit der ersten Wahl 1918 viel später.  Die Wahlen geben Bürger:innen die Möglichkeit, in der Politik mitzubestimmen und die eigene Zukunft mitzugestalten. Veränderte Ansprüche oder Erwartungen der Wähler führen dazu, dass politische Positionen und Angebote verändert und angepasst werden müssen.

Wer wählt gestaltet damit die Gesellschaft, in der er lebt.

Gerade jetzt deine Stimme erheben

Dennoch sind die Wahlen ein Einzelereignis. Dass die Menschen jedoch trotzdem das Bedürfnis haben ihre Meinung zu äußern, ihre Stimme zu erheben und zu partizipieren, wird besonders in den letzten beiden Jahren deutlich. Nach Politikverdrossenheit kamen Proteste, nicht nur zuletzt hat ,,Fridays for Future“ gezeigt wie sehr die Meinungen von Bürger:innen die Politik und den Menschen beeinflussen und verändern kann.

Besonders junge Menschen engagieren sich zunehmend politisch und geben klare Statements zu unserer Gesellschaft ab. Raum für flexibles Arbeiten und Selbstbestimmung werden immer wichtiger. Politisches Engagement und Einflussnahme, genau wie das Gesundheits- und Umweltbewusstsein nehmen zu. 

Nach der Wahl ist vor der Wahl?

Entscheidungen sollten nicht nur in der Politik demokratisiert werden und sich auf ein einziges Instrument, die Wahl, beschränken. Ein anhaltender Kommunikationskanal zwischen Bürger:innen und Entscheider:innen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene wird dringend benötigt. Bei Bürgerdialogen und Co. stellt sich oft die Frage danach, wie viele Menschen die Partizipationsangebote erreichen, die zur Verfügung gestellt werden.

In Unternehmen lässt sich ein ähnliches Bild zeichnen: Große Entscheidungen lasten auf den Schultern weniger Menschen, dabei werden die Stimmen nach mehr Mitarbeiterpartizipation immer lauter und kommen nicht nur aus den eigenen Personalabteilungen. Es werden damit zwei allgemeine Ziele verfolgt: die Steigerung des Unternehmenserfolgs und gleichzeitig der Zufriedenheit und die Entwicklung der Mitarbeiter:innen.

Wie schafft man es nun mehr Menschen in Entscheidungsprozessen einzubeziehen, in der Politik, in Unternehmen und in Städten? Welche Instrumente abgesehen von Wahlen und Mängelmeldern, die schon oft in Städten eingesetzt werden, gibt es, um die Ideen oder Meinungen der Bürger hören? Alle Bewohner:innen einer Stadt kennen diese selbst am besten. Sie sind diejenigen, die Verbesserungspotentiale erkennen können, ihre Ideen sind eine unendlich(e) wertvolle Ressource.

Jede Stimme sollte gehört werden

Die Welt verändert sich und verschiedene Technologien haben bereits den Einzug in unseren Alltag erhalten. Wir nutzen bereits Generationsübergreifend viele digitale Plattformen, wie die sozialen Medien, um auf unsere Meinung aufmerksam zu machen. Digitale Plattformen übermitteln unsere Ideen in Echtzeit unabhängig von Ort und Zeit, vereinfachen Prozesse, bieten eine einheitliche Datenbasis und eine integrierte Sicht auf den Gesamtprozess. 

Mit idea-ly wollen wir genau das erreichen: Ideengeber bringend wir mit Organisationen, Unternehmen oder Städten zusammen, digital, in Echtzeit und einfach. Für eine Welt voller gehörter Ideen.Am 26.09.2021 sind Bundestagswahlen und wir möchten Jede:n auffordern seine Stimme abzugeben. Die Politik möchten wir auf Tools wie unseres aufmerksam machen: damit der Dialog zwischen Bürger:innen und Entscheidungsträger:innen fortgesetzt wird.

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