Die Angst vor der Diversität: und wie man durch ihre Überwindung erfolgreicher wird

von Lena Grunwald

Viele Unternehmen scheinen Angst vor Innovation und Vielfalt zu haben. Nur so lässt sich erklären, warum sie bei der Wahl ihrer Mitarbeiter*innen lieber auf Eintönigkeit als auf Heterogenität setzen. Ganz nach dem Motto: was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Dabei entgeht ihnen so einiges, denn wie bereits einige Studien in der Vergangenheit nahegelegt haben, kann sich Diversität unter den Mitarbeiter*innen positiv auf den Erfolg eines Unternehmens auswirken.

Der Grund dafür ist simpel: verschiedene Persönlichkeiten bringen unterschiedliche Ideen und Blickwinkel mit, von denen Unternehmen profitieren können. Außerdem sind Kundengruppen auch divers und die Unternehmen müssen sich an die Vielfalt ihrer Kunden anpassen. Die Wirtschaftswissenschaftlerin Swetlana Franken schreibt dazu folgendes: „Die externe Diversität des Marktes muss in der internen Diversität der Belegschaft widergespiegelt werden.“ Die Mitarbeiter*innen sind das Aushängeschild eines Unternehmens und tragen seine Botschaft nach außen. Sie können nur eine große Anzahl verschiedenster Kunden erreichen, wenn sie selbst vielfältig sind. Weiterhin kann innerhalb heterogener Teams der Austausch von Erfahrungen zu steileren Lernkurven beitragen. Dies ergibt sich nicht in einem homogenen Team, in dem alle Mitarbeiter*innen den gleichen Bildungs- oder Erfahrungshintergrund besitzen. 

Diversität und Inklusion

Doch Diversität ist mehr als Ethnie, soziale Herkunft, Alter oder Geschlecht. Diversität bedeutet auch Inklusion: das bedeutet jeder Mitarbeiter kann seine eigene Meinung einbringen und sich mit dem Unternehmen identifizieren. Das Gefühl der Zugehörigkeit und der Inklusion innerhalb der Belegschaft ist besonders wichtig. Die Motivation, die durch Identifizierung mit den eignen Unternehmen entsteht, erhöht Produktivität und Arbeitsbereitschaft der Belegschaft. Schließlich geht man gerne zur Arbeit, wenn man sich in dem Unternehmen wohlfühlt. Weiterhin müssen Unternehmen ihren Mitarbeiter*innen das Gefühl vermitteln, dass ihre Individualität wertgeschätzt wird. Sie müssen ein Arbeitsklima entwickeln, in dem die Mitarbeiter*innen den Mut haben, Anregungen, Wünsche und Ideen mitzuteilen. 

Wie Ideenmanagement Diversität und Inklusion fördert

Ideenmanagement kann dazu beitragen, die Diversität eines Unternehmens zu steigern, da sich alle Mitarbeiter mit ihren Ideen und Perspektiven einbringen können. Ein gutes, digitales Ideenmanagement ermöglicht es, Menschen und Ideen aus verschiedenen Bereichen eines Unternehmens zusammenzubringen. In der Regel hat ein Lagerarbeiter wenig Kontakt zum Management und umgekehrt. Seine Ideen und Wünsche kommen dort meist nicht an. Digitales und Userfreundliches Ideenmanagement, wie das von idea-ly, ändert sich dies. Ideenmanagement kann dafür sorgen, dass sich Mitarbeiter gehört fühlen und sich trauen, ihre Ideen zu teilen. Dadurch ändert sich auch die Arbeitskultur und große Unternehmen können wie Startups agieren, da sie Austausch über Abteilungen und Hierarchien hinaus ermöglichen. 

Ein weiterer Aspekt, der nicht außer Acht gelassen werden sollte, sind die unterschiedlichen Lebensumstände von Mitarbeiter*innen. Durch Ideenmanagement können die individuellen Lebensumstände besser berücksichtigt und die Arbeitsbedingungen angepasst werden. Zusätzlich fördert Ideenmanagement Individualität und damit auch Diversität, denn es zeigt, dass dem Unternehmen die individuellen Wünsche der Mitarbeiter*innen wichtig sind und wertgeschätzt werden. Mit dem digitalen Ideenmanagement bietet sich außerdem die Möglichkeit, Ideenmanagement auf internationaler Ebene zu betreiben und somit die Ideen und Erfahrungen von unterschiedlichsten Menschen zusammenzubringen. Das ermöglicht dem Unternehmen noch unterschiedliche Blickwinkel auf bestimmte Situationen.  

Blick in die Zukunft

Der Business Insider Deutschland schreibt, dass Unternehmen pandemiebedingt zurzeit händeringend nach neuen Mitarbeitern suchen.  Dadurch steigen die Chancen für mehr Diversität in den Unternehmen enorm. Vorausgesetzt, sie legen ihre Angst vor Innovation und Vielfalt ab und sind offen für neue Blickwinkel und mehr Heterogenität. Letztendlich wird ihnen nichts anderes übrigbleiben, wenn sie mit dem diversen Markt von heute mithalten wollen. 


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